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blog 01 // kaltstart – written by Tobi

Da sind wir! – Hallo und Willkommen zu unserem Travel-Blog!

3..2..1..Rucksack gepackt..Verabschiedung..Verabschiedung..Flug Berlin-Doha – Ankunft Doha…..doch ohne bestätigtes Weiterflugticket nach Melbourne #Kaltstart

Wohin eigentlich?! – Passkontrolle – Weiterflug – Gepäckabgabe – zurück ins Flugzeug?! – nunja da uns das keiner so richtig erklären konnte versuchten wir die Passkontrolle und waren damit gut beraten. Zur Erklärung: Liza // Stiefschwester – arbeitet bei Qatar Airways und offerierte uns ein Family-Member-Ticket zu unschlagbaren Konditionen. Da gab es nur einen Haken: Wäre eine Maschine voll besetzt, zB aufgrund der Australian Open, müssten wir auf den nächsten Flug warten. Und so begann auch gleich die Zitterpartie…Nach einigem hin und her erfuhren wir an der Information, dass 9 Plätze (4 Business, 5 Economy) frei waren und wir auf Priorität 9 und 10 eingestuft waren – Ok ich war 9, Caro 10 -> das heißt Caro war raus :P…Doch zu früh gefreut – wir konnten erst 1h vor Abflug buchen und so änderte sich die Lage in den nächsten 10h ständig – mal waren wir drin – mal draußen – dann wieder drin. Zwei Stunden vor Abflug sah es nicht schlecht aus – 13 freie Plätze auf 14 wartende Tickets und wir auf Priorität 10 und 11. Doch gab es anscheinend ein paar Füchse, die ein Upgrade auf Business vornahmen, um ihre Priorität zu verbessern – Zack 1h vor der Buchung war Caro wieder draußen. Zudem hatten wir erfahren, dass wir den Transitbereich innerhalb von 24h nach Ankunft verlassen müssen, wenn wir den Flug nicht bekommen würden – die nächste Maschine nach Mel ging 24h später – wir müssten nach Qatar einreisen. Doch das Glück war mit uns und in letzter Minute wurden weitere Sitze frei. Eine Stunde vor Abflug erhielten wir unsere Tickets und weiter ging es!

Nach nun knapp 36h auf den Beinen und 14h zittern freuten wir uns auf einen entspannten Flug! Das war jedoch zu früh gefreut! Denn wir saßen Mittelreihe innen. Ich links // 120kg und extrem krank – Caro rechts // eine australische Kommunikationsbombe. Nach der Landung meinte Caro von 12h Flug knapp 10h von Christoph (Auswanderer // Schauspieler // Farmer) bequasselt worden zu sein. Ich kann dazu nix sagen sagen, ich war eingeschlafen ;P

Dennoch war der Flug spitze! – An dieser Stelle nochmal einen großen Dank an Liza für den unter 300€-Flug bis ans Ende der Welt!

Melbourne //  – Verrückt! – In den letzten 10 Jahren wurde Wohnraum für weitere 100.000 Menschen geschaffen – allein in der Downtown! – International // modern // hip und viel Architektur!! – Für einen Städtetrip sehr zu empfehlen! – Wir hatten das Glück, dass zusätzlich die Australian Open 17 waren und je näher die Finals rückten, desto größer die Begeisterung wurde. Doch zu uns // Wir kamen an – nahmen den Skybus in die Stadt und liefen zu unserem ersten Downtown-Hostel // 6 Etagen // 30 x 30 m // 200 Backpacker // Frühstück bis 10 // Wifi bis mittags! – Endlich! – Wir waren mittendrin! – Und los ging der Spaß – nachts um 12 durch die Innenstadt – eigentlich wie in NewYork – nur ohne Lichtreklame…..

Gejetlagt am nächsten Tag stellten wir die Wecker auf 9.45 Uhr, um bis 10 Uhr das billigste und wohl ungesundeste Frühstück, das man jungen Erwachsenen (Altersdurchschnitt Anfang 20) wohl bieten kann, mitzunehmen // Milch // Flakes // Weißbrot // Marmelade (2l-Becher) // Instantkaffee. Von der Qualität genau das, was man im Supermarkt auch dann nicht wählt, wenn man günstig leben will. Und zu unserer Freude teilten wir das Frühstück mit den 198 anderen Backpackern, die auch 10 min vor Frühstückende ihr Glück auf eine Scheibe Toast versuchten – Doch so muss das sein!

Nachdem wir 2 Tage die Stadt erkundet hatten, waren wir endlich bereit für die legendäre Myke-Card, die sich jeder (Einheimische wie Traveller) zulegen muss, um das Straßenbahnnetz der Stadt benutzen zu dürfen. Ja richtig, in Melbourne fährt die Straßenbahn! // Anschaffungspreis 10 AU$! // Einfache Fahrt (2h) 2,70 AU$. Wenn auch keiner in dieser Stadt genau weiß, ob man die Myke beim Einsteigen an den Sensor legen muss oder erst danach oder vielleicht sogar beides, so ist es doch ein recht flotter und infrastrukturell super ausgebauter öffentlicher Nahverkehr! – Jedenfalls kamen wir gegen mittags bei unserer Schlafgelegenheit an (Airbnb). Eugene & Sophie, ein kleines Hipster-Pärchen, wohnen in einem viktorianischen Haus nahe der Chapel-Street // Dreh- & Angelpunkt der Szene von Prahran // Windsor // St. Kilda. Wir verbrachten ein gutes Wochenende. Ich fing mir auch gleich den ersten Sonnenbrand ein – trotz Caros hochgepriesener 50er Sonnenschutzfaktor-Creme 😉 – weitere sollten folgen…;)

// Leider ereignete sich am Tag der Ankunft bei Eugene & Sophie auch ein sehr negatives Ereignis – für das, wie uns unsere Gastgeber versicherten, Melbourne in keinem Fall steht! – Eine Amokfahrt in einer Fußgängerzone Downtown bei dem 3 Kinder und 2 Erwachsene ihr Leben lassen mussten. //

Montags zurück in der Innenstadt checkten wir wieder im Hostel ein und verbrachten bis zu unserem Flug nach Auckland (Freitag) die Nächte dort. Neben der Erkundung von Fitzroy (#Berlin Kreuzberg) // des ACCA (Australian Center for Contemporary Art) mit einer aufrüttelnden temporären Ausstellung zu den Ureinwohnern Australiens und ihrer Sicht auf den bevorstehenden Australia Day // der Hosier Lane und ihrer Graffitikunst, widmeten wir doch den Großteil der Woche den Australian Open! Diese sahen wir zu Spitzenzeiten mit rund 500 anderen Tennisbegeisterten am Federation Square (FED) – ein extra für solche Anlässe errichteter Komplex im Dekonstruktivismus-Stil, umgeben von Melbournes Skyline! Da sich Angelique Kerber recht früh verabschiedete, setzten wir unsere Pferde auf Federer. Gut! – Caro war zwar grundsätzlich immer für die Underdogs, das macht sie jedoch auch sympathisch! Mittwoch holten wir dann zwei Karten und sprangen rein, in das Tennis-Labyrinth – toller Sport – getragen von persönlichen Hoch- und Tiefs einer Partie!

Fazit // Wer nach Australien kommt und Lust auf eine Stadt nah am Puls der Zeit hat, sollte nach Melbourne reisen! Ein sich ständig veränderndes Großstadtflair, mit moderner Architektur und breitgefächerter Internationalität – besonders Asiaten (vermehrt Chinesen) sind hier anzutreffen und stellen auch den überwiegenden Teil der Restaurant-Vielfalt dar // Wer Lust auf individuelle, junge, hippe Bars hat, sollte die Chapel-Street oder Fitroy ausprobieren // Sportbegeisterte sollten unbedingt zu den Australian Open kommen! // Nicht lohnenswert ist der oftgehörte Kilda Beach – außer Touristen und Schaulaufenden gibt es dort nicht viel Flair // Kulturell hatten wir einige Startschwierigkeiten – das mag beispielsweise darin begründet sein, dass Theater keine breite Bühne in Australien finden // Tipp: Durch den Botanical Garden spazieren und anschließend zu eine der von Januar-März wöchentlich stattfindenden Veranstaltungen in der Sidney Myer Music Bowl (mit Blick auf die Skyline) rocken // Place to see before u die – yes!

Mel, we´ll come back!

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